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2019-05-30

Elektrobus Dancer erhält EU-Zertifikat und kommt diesen Sommer in Klaipėda auf den Markt

30 Mai 2019

Der vom litauischen Unternehmen Vejo Projektai erstmalig hergestellte vollelektrische Dancer-Bus wurde mit einem EU-weiten Zertifikat ausgezeichnet, das den Einsatz im Personenverkehr ermöglicht. Der Dancer wurde in Klaipėda hergestellt und fungiert als städtisches elektronisches Transportsystem, das aus Elektrobussen, einer Infrastruktur aus Lade- und Dienstleistungsstationen sowie der Software besteht.

Am Donnerstag hat die Stadt Klaipėda außerdem den Weg dafür freigegeben, dass zwei Flotten der Dancer-Busse zum Ende dieses Sommers auf tatsächlichen Strecken eingesetzt werden können.

„Ohne Frage gehört die Zukunft des öffentlichen Verkehrs den Elektrofahrzeugen, ein Großteil der europäischen Städte bereitet sich darauf vor“, so Peter Klessascheck, Geschäftsführer von Vejo projektai.

Laut Alvydas Naujekas, dem Vorstandsvorsitzendem von Vejo Projektai, entstand die Vision von Dancer unter den ersten Aktionären vor ungefähr einem Jahrzehnt. „Wir hatten die Idee, den Menschen bei der Wahl öffentlicher Verkehrsmittel zu helfen und haben Möglichkeiten für ein komfortableres, ein gesünderes Stadtleben gesehen. Im Rückblick sehe ich eine Reihe von Frustrationen und Hindernissen, aber heute denke ich, dass es uns gelungen ist, nicht aufzugeben. Viel wichtiger noch hatten wir eine Kerngruppe von gehärteten Menschen. Das Zertifikat für Dancer bedeutet, dass wir aus der Phase der Forschung und Entwicklung in die zweite Produktionsstufe gehen. Das wird schwierig, aber interessant werden.“

Derzeit bietet Dancer auch Berufsmöglichkeiten für Ingenieure, Informatiker und Finanzexperten, da sich das Unternehmen auf weiteres Wachstum vorbereitet. Momentan beschäftigt das Unternehmen 39 Spezialisten.

Den Klaipėda-Ingenieuren ist es gelungen, den Bus 20-30 % leichter als die Konkurrenten gleicher Größe zu bauen, indem sie Verbundwerkstoffe für die Buskarosserie verwendet und den Batteriesatz verringert haben. Durch diese Eigenschaft fährt der Dancer sparsamer, das geringere Gewicht vermittelt das Gefühl einer bequemeren Reise. Das Verkehrsgewicht ist wichtig für die Langlebigkeit der Straße, der Gebäude an der Straße und der dort wohnhaften Menschen. Der leichte Dancer verursacht weniger Vibrationen und ist leiser.

Das Aufladen des Elektrobusses funktioniert auch während der Ruhepausen des Fahrers wunderbar. In weniger als 10 Minuten kann der Dancer aufgeladen werden. Durch die äußerst schnelle Aufladung kann der Bus durchgehend und effektiv in den Straßen der Stadt eingesetzt werden, während viele Konkurrenten eine Zwangspause einlegen müssen, um die Batterien im Betriebshof aufzuladen.

Eimantas Kiudulas, Geschäftsführer der Freien Wirtschaftszone Klaipėda, glaubt, dass diese bemerkenswerte technische Leistung zum Aushängeschild der litauischen Industrie werden würde, da sie ein Paradebeispiel für die „Herstellung mit hoher Wertschöpfung“ sei.

„Hier werden litauisches Talent mit dem neuesten Trend und Erfindergeist kombiniert. Der Bus basiert auch auf Forschung und Entwicklung sowie auf Engineering, löst ein echtes Problem und besitzt mit einem schicken Design enormes Exportpotential. Ganz zu schweigen davon, dass er auch in Litauen hergestellt wurde. Ich wünsche dem Dancer eine gute Fahrt und freue mich natürlich, dass das Unternehmen die Vorteile der freien Wirtschaftszone Klaipėda voll ausnutzt“, so E. Kiudulas.

Das elektrische Transportsystem vom Dancer ist auch in Bezug auf den Service hervorragend. So ist es mit dem einzigartigen Dancer Monitoring System (DMS- zu dt. Kontrollsystem) ausgestattet. Dies ermöglicht die Kontrolle der Leistungsdaten jedes Busses am Computer. DMS hilft bei der Vorbeugung potentieller technischer Probleme, bevor sich die Fahrer überhaupt eines Problems bewusst sind, und reagiert sofort.

“Durch Online-Wartung, Zusammenarbeit mit den zuverlässigsten Lieferanten und Fertigungslösungen können wir ausgezeichnete Dienstleistungsbedingungen und eine langfristige Garantie anbieten. Wir möchten, dass sich der Busbetreiber keine Gedanken machen muss und es wäre schön, wenn es den Fahrern und Mitfahrern ebenso ginge“, schließt Peter Klessascheck, Geschäftsführer von Vejo projektai.

„Wir sind mit diesem Bus sehr vertraut, weil wir unsere eigene Ausrüstung nutzen“, so Andrius Samuilovas, Leiter der staatlichen Einrichtung für den öffentlichen Verkehr in Klaipėda. „Er verfügt über unsere Kartenleser der neuen Generation, einen topaktuellen Tablet-PC sowie Ansagelautsprecher. Technisch gesehen sind wir also bereit, den Bus zu betreiben, sobald eine entsprechende Entscheidung getroffen wurde.“

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