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2019-05-15

Internationale Geschäfte entscheiden sich für Klaipėda: In manchen Bereichen ist Litauen einfach herausragend

15 Mai 2019

Litauen verfügt über Hafen, an denen die größten Schiffe der Welt anlegen können, ausgezeichnete Autobahnen und Verbindungen. Zu den wichtigsten Faktoren, die große ausländische Investoren in ein Land ziehen, zählen jedoch hochqualifizierte Mitarbeiter. Die Leiter mehrerer großer Unternehmen, die in Klaipėda ansässig sind, erklären, warum ausländische Investoren die Hafenstadt als ihren Geschäftssitz wählen und in welchen Bereichen Litauer hervorstechen, Delfi.lt, eine große litauische Nachrichtenseite, berichtet.

Im Mai 2013 begann Fortum, eine finnische Aktiengesellschaft, ihre Geschäfte in der Freien Wirtschaftszone Klaipėda. Zu ihren Hauptgeschäftsaktivitäten zählt die Energie- und Wärmeerzeugung aus kommunalen und industriellen Abfällen. Diese Anlage beschäftigt zwar nur 35 Mitarbeiter, erhält aber momentan Abfall aus ganz Litauen; Außerdem versorgt es zumindest teilweise das Land mit Strom und die Stadt Klaipėda mit Wärme. Nach Aussagen von Tomas Eikinas, dem Geschäftsführer, seien das moderne Equipment, die automatisierten Abläufe und hochqualifizierte Spezialisten die Faktoren, die diese Firma als europäischen Markführer hervorhebe.

„Die Effizienz und Verlässlichkeit unseres Unternehmens sind wichtige Anhaltspunkte, anhand denen die Leistung des Kraftwerks bewertet wird. Nicht auf Grundlage unserer eigenen Einschätzungen, sondern auf Grundlage von ausländischen Experten, die uns ihre Dienste anbieten wollten oder angeboten haben, gilt unser Kraftwerk als führend in Europa. Es ist selbstverständlich, dass dies durch Teamarbeit, dem Folgen von Werten und dem Bewältigen der Herausforderung, den Status Quo zu hinterfragen, erreicht wurde.

Litauen hat schwierige Zeiten erlebt, doch ebendiese Zeiten haben die Menschen hier stärker gemacht und ihnen beigebracht, zu überleben, ihre Ziele zu erreichen, innovativ, flexibel und anpassungsfähig zu sein, mit Spezialisten aus anderen Ländern zu konkurrieren und diese auch in vielen Bereichen zu überholen“, versichert T. Eikinas und verrät, dass das Unternehmen weiterhin ambitionierte Pläne habe, um den Bereich der Bioökonomie anzuführen. Laut dem Geschäftsführer sei das Team fähig, kompetent und bereit, sich schwierigen Herausforderungen zu stellen.

Nach Aussagen von T. Eikinas wählten finnische Investoren die Freie Wirtschaftszone Klaipėda aufgrund ihrer vorteilhaften Lage, der gut entwickelten Infrastruktur und weil die Stadt liberaler und offener für Innovationen sei. Diese Gemeinde entschied sich dafür, Abfall nicht mittels einer Deponie zu versorgen, sondern diesen zur Energiegewinnung zu nutzen.

Litauer Produzieren Keine Autos, Sie Bauen Schiffe

Arnoldas Šileika, Generaldirektor der Western Shipyard Unternehmensgruppe, dem größten Schiffbau- und Reparaturunternehmen im Baltikum, versicherte, dass Klaipėda sehr erfolgreich Investitionen vor allem durch die konsequente Zusammenarbeit anziehe.

„Ich denke wirklich, dass Klaipėda eine Stadt großartiger Möglichkeiten ist. Mit Blick auf die Entwicklung von Klaipėda können wir sehen, dass die Stadt keine Kosten und Mühen gescheut hat, um sich selbst für zukünftige Investitionen und Investoren attraktiv zu machen. Wir haben zwei große Industrie- und Geschäftszentren: Den Hafen und die sehr gut funktionierende Freie Wirtschaftszone Klaipėda. Meiner Meinung nach hängt ein Großteil des Erfolges dieser beiden wichtigen Punkte von den Managern und Besitzern der aktiven Unternehmen sowie von der Einstellung und Arbeit der städtischen Behörden ab, die anstreben, günstige Bedingungen für das Wachstum von Unternehmen zu schaffen“, so der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, die aus circa zwanzig Unternehmen besteht. A. Šileika fügt dem noch hinzu, dass Klaipėda außerdem aufgrund seiner ausgezeichneten geographischen Lage so attraktiv für neue Investoren sei, da diese den Export von Waren und Import von Rohstoffen über den Hafen ebenso wie die Produktion von komplexen Strukturen oder Ausrüstungen und deren Transport über Seewege ermögliche. In der Freien Wirtschaftszone werden Investoren vor allem von den günstigen Bedingungen angezogen, innerhalb kürzester Zeit neue Produktionskapazitäten zu schaffen.

„Klaipėda hat außerdem einen weiteren beachtlichen Schritt getan: die Ausarbeitung einer Strategie für die wirtschaftliche Entwicklung bis 2030, in der die wichtigsten Richtungen der Stadtentwicklung festgelegt wurden. Die blaue Wirtschaft, einschließlich der Meeresindustrie, der Bioökonomie, der fortgeschrittenen Industriewirtschaft, der Dienstleistungs- und Schöpfungswirtschaft, wurde von allen Seiten vereinbart: Stadtpolitikern, Bildungseinrichtungen und Unternehmensstrukturen. Zielgerichtete Arbeit sollte diese ambitionierte Strategie in die Tat umsetzen“, bezeugt A. Šileika.

Dazu habe Klaipėda eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in ganz Litauen. Nach Ansicht des Geschäftsführers der Unternehmensgruppe beweise dies, dass die Wirtschafts- und Industriesektoren sehr gut darin seien, zu investieren, neue Jobs zu schaffen und dadurch eine hohe Nachfrage an Mitarbeitern zu erzeugen. Laut A. Šileika suchten Unternehmen nicht nur in Klaipėda nach Mitarbeitern, sondern auch in den nächsten Klaipėda Bezirken, Städten und Dörfern. „Unser Land könnte mehr Schiffe produzieren und zusammenbauen und mehr Projekte durchführen, aber wir sehen uns leider mit einem Arbeitskräftemangel konfrontiert. Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass Klaipėda mit seiner einzigartigen geographischen Lage, der gut entwickelten Infrastruktur, Kultur und fantastischen Natur die Leute dazu ermutigen wird, hierherzukommen, hier zu leben und ihre Karriere weiterzubringen,“ so A. Šileika.

Litauen baut weder Flugzeuge, noch produziert es Autos. Aber Schiffe baut es. Das ist, was uns einzigartig macht. Diese Schiffe fahren um die Welt und senden eine Botschaft über unsere hart arbeitenden Leute und bestehenden Projekte und machen Litauen bekannt.“

Geographie und Persönliche Qualitäten der Mitarbeiter von großem Wert

Die Neo Group, ein ausländisches Unternehmen mit Sitz in Klaipėda, produziert die am häufigsten für die Herstellung von Softdrinkflaschen verwendeten Kunststoffe. Sein Geschäftsführer Ruslanas Radajevas erklärt, dass die Hafenstadt die am besten geeignete Option für diese Art von Unternehmen war, da die notwendigen Rohstoffe mittels Schiffen geliefert werden, und ausländische Investoren Litauer als Mitarbeiter begrüßen. „Vermutlich wird das oft wiederholt, aber es stimmt in der Tat, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter in Litauen haben. Das ist ein riesiger Vorteil. Litauer nehmen immer gerne neue Herausforderungen an und sind sehr zielstrebig. Litauer sind wahrlich diejenigen, die nicht nur arbeiten können, sondern auch arbeiten wollen; es ist sichtbar und wird auch wert geschätzt“, so der Geschäftsführer.

Ihm zufolge kann das Unternehmen nach westlichen Standards eine nur sehr geringe Veränderung der Mitarbeiterzahlen aufweisen. Viele Mitarbeiter arbeiten hier schon seit Gründung des Unternehmens. „Ich ermutige alle, mit einem Lächeln zur Arbeit zu kommen. Wir haben schon genug Stress in unserem Leben. Wir kommen hierher, machen unsere Arbeit und gehen dann nach Hause, um uns auszuruhen“, erzählt R. Radajevas. Der Geschäftsführer ist der Ansicht, dass Klaipėda in der Zukunft nicht von der Liste ausländischer Investoren verschwinden würde. „Wenn Investoren auf eine Karte schauen, so entscheiden sie sich zuerst für eine Region, dann ein Land, und dann zuletzt für eine Stadt. Wenn sie sich für Litauen entscheiden, ist der Hauptvorteil der Hafen, der sehr groß ist und nicht einfriert. Letztes Jahr kam eines der größten Schiffe hier an und wir wurden in einer Liste als einer der dreißig Häfen weltweit aufgenommen, an denen solche Schiffe anlegen können. Das ist in der Tat ein bedeutendes Ereignis nicht nur für unsere Stadt, sondern auch für ganz Litauen“, so R. Radajevas.

(Quelle: Delfi.lt)

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