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2019-05-29

Litauen klettert auf 29. Platz im World Competitiveness Ranking

29 Mai 2019

Litauen belegte den 29. Platz auf der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder weltweit, dem World Competitiveness Ranking, zusammengesetzt vom Schweizer IMD World Competitiveness Center. Im Vergleich zu vorherigen Ergebnissen kletterte Litauen drei Plätze nach oben und ließ seine Nachbarn damit auch zurück. Estland ist vom 31. auf den 35. gesunken, Lettland hat seine Position auf dem 40. Platz gehalten, Polen ist von Platz 34 auf Platz 38 abgestiegen.

Im Zuge der Erstellung des Rankings bewertet das IMD, wie die Länder ihre verfügbaren Ressourcen und Kompetenzen nutzen, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. In diesem Jahr wurden 63 Länder nach 235 unterschiedlichen Kriterien beurteilt und haben es ins Ranking geschafft. Zwei Drittel dieser Faktoren waren ökonomischer oder finanzieller Art oder Unternehmensdaten, während das übrige Drittel aus der Befragung von Unternehmensleitern hervorging. Enterprise Lithuania ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung des Unternehmertums und der litauische Partner von IMD. Es lieferte die statistische Datenanalyse und unterstützte bei der Befragung litauischer Wirtschaftsführer, wie es für das IMD-Ranking erforderlich war.

Die Zahlen, die zum Aufstieg Litauens beigetragen hatten, standen in Verbindung mit der Unternehmenseffizienz, in der Litauen vom 30. auf den 23. Platz kletterte, sowie in den Zahlen zur Regierungseffizienz, in der Litauen anstatt des 31. den 29. Platz belegte. Die Daten zur wirtschaftlichen Leistung sanken ein wenig (vom 36. auf den 39.), genauso wie die Infrastrukturmaßnahmen, bei denen Litauen einen Platz vom 29. auf den 30. abstieg.

„Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt zwang litauische Unternehmen dazu, nach neuen Wegen zu suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mithilfe von Investitionsmitteln der Europäischen Union sowie eigener Ressourcen investierte eine Vielzahl von Unternehmen in die Produktivitätssteigerung“, so Virginijus Sinkevicius, litauischer Minister für Wirtschaft und Innovation. „Neue mechanische Werkzeuge, IT-Systeme und die Ausbildung der Mitarbeiter lassen die Löhne steigen. Besonders wichtig ist, dass dieser Trend nicht nur ausschließlich in den Großstädten anhielt, sondern auch in den weniger entwickelten Regionen erfolgreich übernommen wurde. Der Erfolg wurde registriert und hat definitiv die litauischen Ergebnisse im Ranking positiv beeinflusst.“

Daina Kleponė, Geschäftsführerin von Enterprise Lithuania, erzählte, dass das sich verbessernde Image, welches der öffentliche Sektor in den Augen litauischer Unternehmen habe, zeige, dass die öffentlichen Einrichtungen in Litauen zunehmend gut auf die Bedürfnisse der litauischen Unternehmen reagieren würden, in dem sie Initiativen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds ergreifen. Die Beziehung zwischen Unternehmen und Regierung würde sich zu einer ertragreichen Partnerschaft entwickeln.

„Die Bewertung der staatlichen Einrichtung wird besser, was vor allem wichtig ist, wenn man sich als Ziel die Verbesserung des Geschäftsumfeldes sowie das Umsetzen von Veränderungen gesetzt hat, die einen Mehrwert für die Wirtschaft des Landes sowie für die Gesamtwirtschaft schaffen würden.

Nach Ansicht unterschiedlicher Unternehmensführer habe der öffentliche Sektor seine Fähigkeit verbessern, sich an Veränderungen im Umfeld anzupassen, das Level an Bürokratie habe sich verringert und die Transparenz sich verbessert, während auch die öffentlichen Verkaufsprozesse optimiert und einige Faktoren erhöht wurden. Ein weiterer Faktor, der zu der besseren Bewertung der Effektivität des öffentlichen Sektors beigetragen hat, war auch die bessere Bewertung der Arbeitsumweltregulierung, die sich durch das neue Arbeitsgesetzbuch, das 2017 in Kraft getreten ist, geändert hat“, kommentierte D. Kleponė in Bezug auf die Forschungsergebnisse von Enterprise Lithuania.

Laut der Analyse von Enterprise Lithuania fiel der Rang der Landeswirtschaftsleistung aufgrund der Größe der litauischen Wirtschaft und des leicht verlangsamten Wachstums im Jahr 2017 auf den 39. Platz. Umfangreiche wirtschaftliche Maßnahmen von 2017 schufen eine starke Vergleichsbasis, so dass weniger beeindruckende Ergebnisse von 2018 sowie eine etwas konservativere Wachstumsprognose für 2019 den Rückgang in diesem Teil des Ratings bestimmten.

Die Kriteriengruppe für die Infrastruktur umfasst Faktoren wie die Basisinfrastruktur (Gebiete, Straßen, Bahnstrecken, Bevölkerung, Ressourcen, Energiesektor), technologische Infrastruktur sowie Infrastruktur in den Bereichen Gesundheit und Bildung. All diese oben genannten Gruppen sind im Jahr 2019 mit Ausnahme der wissenschaftlichen Infrastruktur angestiegen, wodurch ein leichter Rückgang im Ranking dieses Kriteriums verzeichnet wurde.

Enterprise Lithuania stellt fünf Herausforderungen an die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, die dann das zukünftige Wachstumspotential der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Litauens weltweit bestimmen werden. Sie stehen für die Steigerung der wirtschaftlichen Produktivität und der Investitionen, die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie deren Anwendung in der Praxis, die Anziehung von Direktinvestitionen für wachsende mittelgroße und große Technologien, die Wachstumserhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Export und Unternehmen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, und das Erreichen der sozialen Einigung über die angemessene Größe des öffentlichen Sektors, damit die öffentlichen Dienstleistungen ausreichend finanziert werden.

Das IMD World Competitiveness Ranking wurde erstmals im Jahr 1989 zusammengestellt und dieses Jahr zum 31. Mal vorgestellt. Litauen kam zum ersten Mal im Jahr 2007 im Ranking vor. Für mehr Informationen über das IMD World Competitiveness Ranking 2019 hier klicken.

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