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2019-12-16

Ein Schritt in Richtung Tiefwasserhafen – der Masterplan für den Hafen Klaipėda wurde genehmigt

16 Dez 2019

Die Regierung genehmigte am Mittwoch den Masterplan des staatlichen Seehafens Klaipėda. Seine Lösungen werden es dem Hafen ermöglichen, die Erweiterung zu planen, indem ein neues Landgebiet entlang der Halbinsel Smeltė gebildet und, wenn größerer Bedarf entsteht, nach Norden ausgebaut werden kann, schreibt das Magazin Verslo Žinios.

Der Standort des äußeren Tiefwasserhafens als strategisches Objekt für Litauen sollte in einem weiteren Dokument analysiert und bewertet werden, das sich derzeit in der Ausarbeitung befindet – in den Änderungen des Masterplans für das Territorium der Republik Litauen.

Der am Mittwoch vom Ministerkabinett genehmigte Masterplan des Hafens (MP) enthält strategische Anweisungen zur Entwicklung des Hafens für 25 Jahre und ein detailliertes Raumkonzept für 15 Jahre.

Das genehmigte Dokument ist Teil eines laufenden Projekts von besonderer nationaler Bedeutung, das die Entwicklung des Hafenterritoriums innerhalb der Stadtgemeinde Klaipėda sowie die Entwicklung der Binnengewässer, des zu litauischem Gebiet gehörenden Teils der Ostsee (in der äußeren Reede des Hafens), definiert.

Nach Angaben der Regierung werden die Lösungen des MP die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der Hafen wettbewerbsfähig bleibt, umgehend auf die sich ändernden globalen Marktbedingungen reagieren und die erforderliche Hafeninfrastruktur entwickeln kann.

Mit der Genehmigung der Lösungen des MP hätte der Hafen die Möglichkeit, den südlichen Teil des Hafens zu erschließen, indem er ein Reservegebiet nutzt und ein neues Landgebiet entlang der Halbinsel Smeltė anlegt, die schon jetzt aktuelle Tiefe von 17 m im Schifffahrtskanal erreicht und bei noch größerem Bedarf weiter nach Norden expandiert.

Seit fast einem Jahrzehnt werden in Klaipėda die Hafenentwicklung und der Bau eines äußeren Tiefwasserhafens erwogen, der etwa 800 Millionen Euro kosten könnte. Politiker diskutieren Pläne für den Bau eines äußeren Hafens bis zum Jahr 2025.

„Der Hafen Klaipėda braucht dringend ein Ozeanterminal für Container. Wir werden mit dem südlichen Teil beginnen. Die Kais werden bereits befestigt, später werden wir mit dem Baggern beginnen. Sobald der südliche Hafen fertiggestellt ist, werden wir sehen, ob die Nachfrage nach der Ozeanschifffahrt ausreichend ist, und dann können wir mit den dort erwirtschafteten Geldern die Angelegenheit des äußeren Hafens angehen“, sagte Artūras Drungilas, Direktor für Marketing und allgemeine Angelegenheiten bei der Staatlichen Seehafenbehörde Klaipėda (KVJUD) dem Magazin Verslo Žinios im Sommer.

Es wird erwogen, im südlichen Teil des Hafens im Kurischen Haff 80 ha Land aufzuhäufen, und die im Meer bei Melnragė gebildete Halbinsel mit 130 ha Fläche wäre der äußere Hafen. Laut KVJUD würde dies die Hauptprobleme des Hafens lösen. Es wäre möglich, die größten Schiffe, die Ostsee befahren können, einlaufen zu lassen und neue Umschlagflächen zu schaffen.

Nach Angaben der Regierung würde die Genehmigung des MP für den Hafen auch die Möglichkeit gewährleisten, öffentliche Projekte zu entwickeln — nach dem Ausbau des Territoriums im südlichen Teil des Hafens an der Halbinsel Smeltė würde das südliche Hafentor mit einem Erhlungshafen ausgebaut. In der Innenstadt entlang des Flusses Danė bestünde die Möglichkeit, ein neues Kreuzfahrtschiffterminal einzurichten, usw.

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